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Die industriekaufmännische Zwischenprüfung am 01. Oktober 2014 – Ein Erfahrungsbericht von Markus Schmidt (Industriekaufmann)

Da war er nun, der Tag meiner Zwischenprüfung. Trotz der Tatsache, dass dieser Test keinerlei Auswirkung auf meinen Abschluss als Industriekaufmann hat, war ich dennoch recht angespannt, da das Ergebnis neben der Auskunft meines persönlichen Leistungsstands, auch der Firma mitgeteilt werden sollte und man wollte sich schließlich einigermaßen positiv präsentieren. Dass der Weg zu der Prüfung sich als meine schwierigste Aufgabe an diesem Tage herausstellen sollte, sagt allerdings mehr über mein Orientierungsunvermögen aus, als über meine fachliche Vorbereitung. Nachdem ich jedenfalls diese Odyssee epischen Ausmaßes hinter mich brachte und endlich am Ort des Geschehens ankam, bemerkte ich doch einigermaßen erstaunt, dass die Prüfung in einer Messehalle statt fand, welche mehr einer industriellen Lagerhalle glich.

Zusammen mit meinen beiden Leidensgenossen, darunter auch mein Kollege Eric, wartete ich nun gemeinsam mit den ca. einhundert weiteren Prüflingen, welche allerlei kaufmännischer Berufe vertraten, auf den Beginn. Eine gute Viertelstunde vor dem Start wurde uns Einlass gewährt.

Nachdem sich der Prüfungsvorstand vorgestellt hatte, uns in die formalen Gegebenheiten einwies und auf die gefühlten einhundert Verbote aufmerksam machte, die zur Disqualifikation führen würden, wurde uns mit einem „Viel Glück, ist alles halb so wild“ signalisiert, dass wir beginnen durften.

Nun, der Schauplatz passte immerhin thematisch zum Großteil des Leistungsnachweises: Der Lagerhaltungs- und Beschaffungswirtschaft. Diesen Part konnte man mit einer gewissen Fachkenntnis und logischer Schlussfolgerung relativ entspannt lösen.

Der Kostenrechnungs- und Buchführungsabschnitt fiel hingegen mengenmäßig recht überschaubar aus und war bis auf ein paar wenige, kniffligere Aufgaben ebenfalls machbar. Es bestanden nach Beendigung der Aufgaben sogar noch ausreichend Möglichkeiten, sich den Übungen ein weiteres Mal zu widmen und bei Bedarf Korrekturen vorzunehmen - zeitlich kam man also nicht in Bedrängnis.

Mein Fazit zur Zwischenprüfung mag recht simpel erscheinen, dennoch konnte ich das Folgende mitnehmen: Auch wenn das „Viel Glück, ist alles halb so wild“ der IHK-Prüfer eine ziemlich alte Platitude ist, findet sie hier meine Zustimmung. Ein Grund zur Nervosität besteht nämlich nicht, denn sowohl Umfang, als auch Tiefe sind wesentlich geringer, als in der Abschlussprüfung. Man sollte das Ganze natürlich auch nicht auf die allzu leichte Schulter nehmen, eine gewisse Vorbereitung ist definitiv notwendig.

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